Versandhandel-Preisliste und Antwortkarte von 1929
Umschlagsverkehr an der Schlachte zu Bremen, um 1845
Freilager im Europahafen, 1888 - 1945
Europahafen Überseestadt heute
Die heutigen Firmenräumlichkeiten

JOH. EGGERSSOHN

Die Geschichte eines Bremer Weinpioniers!

„Wer schafft, muß auch genießen, denn im Genuß erneuert sich Spannkraft und Mut. Nicht alles, was sich heute so nennt, ist allerdings Genuß in diesem Sinne, sicher aber liegt in gutem Wein eine solche verjüngende, schöpferische Kraft.” (Zitat aus einer Werbebotschaft des Wein-Imports Joh. Eggers Sohn von 1929)

Bremen ist seit vielen hundert Jahren eine Hochburg des Weinhandels. Schon im 17. Jahrhundert wurde auf dem Marktplatz der Hansestadt mit französischen Rotweinen, vornehmlich aus Bordeaux, gehandelt. Der Wein kam auf dem Seeweg nach Bremen und wurde von hier aus ins Binnenland versandt.

Um 1800 gab es in Bremen etwa 80 Weinhändler, von denen einige bis heute existieren und zu Inbegriffen hanseatischer Weinkultur geworden sind. Zu diesen traditionsreichen Unternehmen zählen die Weinhandelshäuser Eggers & Franke, Ludwig von Kapff, Reidemeister & Ulrich und Joh. Eggers Sohn.


Die Entstehung

Johan Eggers wurde als Sohn eines Bauern in Hamburg-Barmbek geboren. Ohne Aussicht auf ein Erbe wollte sich der junge Mann nicht der Landwirtschaft verschreiben und kehrte seiner Heimat den Rücken. In Bremen heuerte er bei einem renommierten Weinhändler an und verdiente sich seine ersten Sporen. 1776 heiratete er eine junge Witwe, deren Mann erst drei Jahre zuvor die Weinhandlung Loebe gegründet hatte. 1777 gaben die beiden dem noch jungen Unternehmen den Namen Johan Eggers und führten es mit Geschick und Entschlossenheit zu erster Blüte. Um 1800 erreichte das von Johan Eggers importierte Volumen erstmals die 50.000 Liter Marke.

Über die folgenden 100 Jahre entwickelte sich das Geschäft für Johan Eggers und seine nach und nach in die Firma eintretenden Söhne und Enkel sehr erfreulich. Die mittlerweile in Joh. Eggers Sohn umbenannte Firma entwickelte sich zu einem der bedeutendsten deutschen Weinimporteure.


Der Stillstand

Erst die beiden Weltkriege setzten dem Unternehmen stark zu. Der Seehandel kam über Jahre hinweg fast vollständig zum Erliegen und schnitt den Weinimporteur von seiner Handelsware ab. Und selbst die Weine, die man noch auf Lager hatte, waren schwer an den Mann zu bringen. Im Zweiten Weltkrieg wurden darüber hinaus die Weinläger im Bremer Hafen zerstört.


Der Wiederaufbau

Der Wiederaufbau des traditionsreichen Weinhändlers startete erst 1949, nahm dann aber schnell Fahrt auf. Die Geschäftsleitung erwies sich als instinktsicher. Anstatt sich erneut auf das Geschäft mit massenhaften Fassweinen zu konzentrieren, wandte sich Joh. Eggerssohn sehr erfolgreich der Vermarktung von Qualitätsweinen in Flaschen zu. Mit einer starken Ausrichtung auf den Weinfachhandel zählte Joh. Eggerssohn schon bald wieder zu den führenden Weinhandelshäusern des Landes.

Zur Jahrtausendwende aber geriet Joh. Eggerssohn in Turbulenzen und war 2003 gezwungen, Insolvenz anzumelden. Wenige Monate später erwarb die Bremer Eggers & Franke Gruppe Namens- und Markenrechte an  Joh. Eggerssohn und nutzte sie zum Aufbau eines Weinhandelsunternehmens, das sich seit 2005 mit einem handverlesenem Sortiment erfolgreich an die Gastronomie und den Fachhandel richtet.


Der Kreis schließt sich

Mit der Übernahme durch Eggers & Franke schloss sich nach mehr als 225 Jahren ein Kreis der Eggerschen Geschichte. Georg Heinrich Eggers, einer der beiden Gründer von Eggers & Franke, war ein Neffe und wissbegieriger Lehrling des Firmengründers Johan Eggers.

Heute ist Eggerssohn Teil der Eggers & Franke Gruppe, unter deren Dach sich die renommierten Bremer Weinhändler Eggers & Franke, Reidemeister & Ulrichs, Ludwig von Kapff, Ruyter & Ast und Eggerssohn vereint haben.

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